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Wort für den Tag 

Das Dickgedruckte der Bibel - und Gedanken dazu 



Dienstag, 21. Mai 2024

Als Mose erwachsen war, ging er einmal in das Gebiet, in dem seine hebräischen Landsleute lebten, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, zu welch harter Arbeit sie gezwungen wurden. Dabei beobachtete er, wie ein Ägypter einen Hebräer erschlug. Er schaute sich nach allen Seiten um und vergewisserte sich, dass niemand in der Nähe war. Dann erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand. (2.Mose 2, 11 - 12) 

Schonungslos berichtet die Bibel von Mose, sie verschönert das Leben ihrer Helden nicht. Übereifer, Unbeherrschtheit, Zorn - so ist Mose für seine große Aufgabe nicht geeignet. Nachdem sich die Tat herumgesprochen hat, muss er in die Wüste fliehen. 40 lange Jahre bleibt er dort - die Zahl ist symbolisch, sie besagt, dass es eine Vollzahl von Jahren braucht, bis er fähig ist, das Volk aus Ägypten zu führen. Wie anders er geworden ist, zeigt sich bei seiner Berufung: Anstatt begeistert zuzustimmen, sagt er: "Schick doch lieber einen anderen!"  Ob Gott auch bei uns auf lange Vorbereitungszeiten setzt? Aber bin ich bereit, einen solch langen Weg auf mich zu nehmen? Einen Weg in der Wüste ohne große Offenbarungen und Aufträge? 

Pfingst - Montag, 20. Mai 2024
Da kam die Tochter des Pharaos zum Nil, um ein Bad zu nehmen. Ihre Dienerinnen gingen währenddessen am Ufer auf und ab. Auf einmal entdeckte die Prinzessin den Korb im Schilf. Sie schickte eine Dienerin hin, um ihn zu holen. 6 Als sie ihn öffnete, sah sie den Säugling. Er weinte, und sie bekam Mitleid mit ihm. (2.Mose 2, 5 - 6) 

So beginnt die Geschichte Moses. Um das Kind vor den Schergen des Pharaos zu retten, hat seine Mutter ihn in einem Weidenkorb dem Nil überlassen. "Zufällig" entdeckt die Tochter des Herrschers den Korb und verliebt sich in den weinenden Säugling. Zufall? Nein, das ist Gottes Eingreifen und Plan. So ist es immer bei solchen Geschichten: Man kann von Zufall sprechen - oder von der heimlichen Lenkung des Geschehens durch Gott. Auch wir erleben immer einmal wieder solch unwahrscheinliche Geschichten. Was hast Du erlebt und als wunderbare Fügung behalten?


Pfingst - Sonntag, 19. Mai 2024

Auch an diesem Tag waren sie alle wieder am selben Ort versammelt. Plötzlich setzte vom Himmel her ein Rauschen ein wie von einem gewaltigen Sturm; das ganze Haus, in dem sie sich befanden, war von diesem Brausen erfüllt. Gleichzeitig sahen sie so etwas wie Flammenzungen, die sich verteilten und sich auf jeden Einzelnen von ihnen niederließen. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt, und sie begannen, in fremden Sprachen zu reden; jeder sprach so, wie der Geist es ihm eingab.

Am Anfang der Kirche steht eine ekstatische Erfahrung. Was ist da genau geschehen? Wir wissen es nicht. Die Versammelten erleben ein Sprachwunder! Also kein Reden in unbekannten Sprachen wie beim "Sprachenreden" (Glossolalie), sondern in bekannten Sprachen, die Ausländer verstehen. Es ist ein Hinweis auf das Ziel der Geistausgießung: Die ganze Welt soll die Botschaft des auferstandenen Christus hören. Es ist der Einbruch der Wirklichkeit Gottes in die uns bekannte Welt - unerklärlich und auch beängstigend. Die Kirche hat das oft verdrängt, denn der Geist weht, wo er will und bewirkt, was er will. Er lässt sich nicht planen und bestimmen und auch nicht in Gebäude sperren. Sein Merkmal ist: Überraschung. Das hat die Führer der Kirchen schon immer sehr beunruhigt. Wo hast du selbst erlebt, dass dich plötzlich etwas berührt, begeistert, stark motiviert oder eine ungeahnte Begabung aufbricht? Der Geist weht, wo er will. 

Samstag, 18.Mai 2024 
Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot, sowie Judas, der Sohn des Jakobus. Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. (Apostelgeschichte 1, 13 - 14) 

Am Tag vor Pfingsten blicken wir auf die Anfänge der Urgemeinde in Jerusalem. Männer und Frauen und die Familie Jesu versammelt sich in einem Haus und blieben dort zusammen. Sie beteten gemeinsam und waren wahrscheinlich voller Erwartung. Was würde geschehen, wenn der Geist käme? Sie hatten keine Ahnung, aber sie hörten nicht auf, darum zu  beten, dass etwas geschehen möge. Das Pfingstereignis ist nicht voraussetzungslos. Hier ist diese Voraussetzung die Erwartung und das Ernstnehmen der Verheißung, die Jesus ausgesprochen hatte. Will ich etwas von Gott empfangen? Dann wäre es gut, darauf zu hoffen und es zu erwarten. 

Freitag, 17. Mai  2024 
Die Hebammen aber fürchteten Gott und taten nicht, was ihnen der Pharao gesagt hatte, sondern ließen die Kinder am Leben. (2.Mose 1, 17) 

Die Nachkommen Abrahams und Isaaks haben sich in Ägypten vermehrt. Doch nun sind sie in Sklaverei geraten. Trotzdem werden es immer mehr. Da befiehlt der Pharao, männliche Nachkommen bei der Geburt zu töten. Doch die Hebammen Schifra und Pua widersetzen sich dem Befehl. Beim Pharao reden sie sich sehr geschickt heraus. Woher nehmen sie diesen Mut? "Sie fürchteten Gott" heißt es da. Für sie gab es über dem Pharao eine höhere Instanz. Wie oft haben Menschen sich nach schlimmen Taten herausgeredet mit dem Argument "Man hat es uns befohlen"! Wer Gott gehorcht, lässt sich nichts befehlen, was dem Gesetz Gottes zuwider ist. Wem oder was muss ich widerstehen? 

Donnerstag, 16. Mai 2024
 Ihr habt Böses gegen mich im Sinne gehabt, Gott aber hatte dabei Gutes im Sinn, um zu erreichen, was heute geschieht: viel Volk am Leben zu erhalten. (1.Mose 50,20)  

So redet Joseph mit seinen Brüdern, die nicht glauben können, dass er sich nicht rächen will. Lässt Gott etwa Böses zu, damit Gutes geschehen kann? Oder ist das Böse, das uns trifft, außer seiner Kontrolle? So dass Gott nachbessern muss? Wir wissen nicht, warum Böses in dieser Welt geschieht. Aber wir glauben an die Güte und Liebe Gottes. Er hat Gutes im Sinn! Und wir können erleben, dass objektiv schlechte Dinge von Gott verwandelt werden in gute Wege, die wir gehen können. Das hat Joseph erlebt - und viele Menschen nach ihm.  Nicht alles geht glatt auf - Fragen bleiben. Doch wenn wir weiter mit ihm gehen, werden wir immer wieder einmal eine "Josephs-Erfahrung" machen. 

Mittwoch, 15.Mai 2024
Gott aber hat mich vor euch hergeschickt, um euch im Land einen Rest zu erhalten und euch für eine große Rettungstat am Leben zu lassen. Also nicht ihr habt mich hierhergeschickt, sondern Gott. Er hat mich zum Vater für den Pharao gemacht, zum Herrn für sein ganzes Haus und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten. (1.Mose 45, 7 - 8) 
Mit diesen Worten erklärt Joseph seinen völlig überraschten Brüdern, warum er nach Ägypten geraten ist.  Von den Brüdern aus betrachtet, war es ihre böse Tat, bei der sie Joseph in die Sklaverei verkauft haben. Doch von Gott her betrachtet war es das vorausschauende Handeln zur Rettung des Volkes, das aus der Familie entstehen sollte.  Gott hat aus etwas objektiv Bösem etwas Gutes werden lassen. So ist Gott! Aus schlechten Dingen, die uns widerfahren, kann und will Gott gute Dinge entstehen lassen. Hast du das schon einmal erfahren? 

Dienstag, 14.Mai 2024 
Der Pharao sagte zu Josef: Ich hatte einen Traum, doch keiner kann ihn deuten. Von dir habe ich aber gehört, du brauchst einen Traum nur zu hören, dann kannst du ihn deuten. Josef antwortete dem Pharao: Nicht ich, sondern Gott wird zum Wohl des Pharao eine Antwort geben. (1.Mose 41, 15 - 16) 

Lieber Joseph! Ist es notwendig, so bescheiden zu tun und den Pharao gleich auf den Gott Abrahams hinzuweisen? An den glaubt er doch gar nicht! Aber nein, das ist keine falsche Bescheidenheit, es ist Klugheit, die Joseph so antworten lässt. Er vergleicht seinen Gott nicht mit den Göttern Ägyptens, sondern sagt: "Zum Wohle des Pharaos!"  Sein Gott wird dem fremden Herrscher etwas Gutes tun. Nach geschehener Deutung wird sich der Pharao über diesen Gott wundern und weiter nachfragen. Er hat so einen Gott kennengelernt, der ihm wohlgesonnen ist, obwohl er ihn nicht kennt. Das ist ein Stück Evangelium mitten im ersten Testament: Gottes Zuwendung ohne Verdienst.  Wie weisen wir Menschen auf Gott hin?  Wenn wir ihnen in ihren Fragen und Nöten Gottes Hilfe nahebringen, werden sie Gott erleben, ohne dass wir ihnen etwas predigen müssen. 

Montag, 13.Mai  2024  

Der Obermundschenk aber dachte nicht mehr an Josef und vergaß ihn. (1.Mose 40,23) 

Mich hat dieser Satz immer verwundert. Sind wir wirklich so? Der Satz steht am Ende der Geschichte von der Traumdeutung Josephs im Gefängnis. Er deutet die Träume zweier Mitgefangener, der eine wird drei Tage später gehenkt, der andere, der Obermundschenk wieder in sein Amt eingesetzt. "Denke an mich, wenn es dir wieder gut geht", hatte Joseph ihn gebeten. Aber nein, Joseph sitzt weiter im Gefängnis und wartet und der Mundschenkt hat ihn vergessen. Sind wir Menschen so undankbar, wenn es uns gut geht? Ja, leider passiert uns das immer wieder. Wir sind so beschäftigt mit all den guten Dingen, die wir vorhaben oder angehen, dass wir andere Menschen, denen wir versprochen haben, sie nicht zu vergessen, aus dem Blick verlieren. Wer fällt die da ein? Gibt es jemanden, der diese Woche auf dich wartet? 

Sonntag, 12.Mai 2024  
Und sie - die Frau des Beamten Pothiphar -  bedrängte Josef mit solchen Worten täglich. Aber er gehorchte ihr nicht, dass er bei ihr schlief und bei ihr wäre. (1.Mose 39, 10).

Die Frau des Pothiphar hatte mehr als ein Auge auf den hübschen Joseph geworfen. Vermutlich war es weniger die Anziehung dieser Frau, die Joseph in Versuchung brachte. Frauen, die sich so offen anbieten, rufen bei Männern ja eher Ablehnung hervor.  Nein, es war eher eine "politische" Frage: Was geschieht, wenn Joseph sich verweigert? Er macht sich die abgelehnte Frau zur gefährlichen Feindin. Genau so ist es dann auch gekommen und die Anklage der Frau hat ihn ins Gefängnis gebracht. Joseph war klug genug, das vorherzusehen und trotzdem widersteht er dem Angebot. Warum? Weil er es als Sünde sieht, seinen Herrn zu hintergehen, der ihm vertraut. Er hat eine klare Wertvorstellung und weiß, was richtig und falsch ist. Dem zu folgen, ist für ihn wichtiger als eine angeblich kluge Überlegung. Gibt es in deinem Leben Situationen, in denen "strategisches Denken" gegen das Gebot Gottes steht?  

Samstag, 11. Mai 2024

 Und der HERR war mit Josef, sodass er ein Mann wurde, dem alles glückte. (1.Mose 39,2) 
Wie seltsam! Warum ist Joseph so herausgehoben gegenüber seinen Brüdern? Wir würden zur Erklärung gerne auf bestimmte Eigenschaften oder Charakterzüge verweisen, aber wir wissen, dass das nicht stimmt. Nein, es ist die freie Wahl Gottes, der Joseph auf einen besonderen Weg schickt, an dessen Ziel die Errettung der ganzen Sippe Abrahams steht. Oft verstehen wir diese Wahl nicht und manchmal werden wir neidisch: Warum die oder der und nicht ich? Doch da stoßen wir an eine Grenze - die Bevorzugung Josephs wird nicht erklärt. Jeder und jede von uns hat seine und ihre eigene Geschichte.  Glauben heißt, diese Geschichte anzunehmen und den eigenen Weg zu gehen. 

Freitag, 10. Mai 2024 
Da zog Josef seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan. Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe er nahe zu ihnen kam, machten sie einen Anschlag, dass sie ihn töteten,  und sprachen untereinander: Seht, der Träumer kommt daher! (1.Mose 37, 17 - 19)

Ist das wirklich möglich, dass der Hass so weit geht? Die Brüder Josephs sind die Träume ihres Bruders, sein vornehmes Gehabe und seine Bevorzugung durch Jakob so leid, dass sie nicht davor zurückschrecken, ihn umzubringen.  Das kommt mitten in der Familie vor!  Doch, so tief kann der Hass gehen, wenn wir verletzt und gekränkt sind. Darum ist es so wichtig, über seine Gefühle sprechen zu können.  Sagen zu können: das verletzt mich, das macht mich traurig, neidisch oder klein. Wenn ich diese Gefühle in mir verberge, wirken sie wie ein schleichendes Gift - und am Ende bricht etwas Monströses hervor. 

Donnerstag, 9.Mai 2024

 Jakob kam zu seinem Vater Isaak nach Mamre, nach Kirjat-Arba, das jetzt Hebron heißt, wo sich Abraham und Isaak als Fremde aufgehalten hatten. Isaak wurde hundertachtzig Jahre alt, dann verschied er. Er starb und wurde mit seinen Vorfahren vereint, betagt und satt an Jahren. Seine Söhne Esau und Jakob begruben ihn. (1.Mose 35, 27 - 29) 

Unmöglich schien dieser Ausgang der Geschichte von Jakob und Esau zu sein. Doch hier kommt Jakob wieder zu seinem Vater - und beide Söhne begraben nach Isaaks Tod ihren Vater. Versöhnung ist möglich! Auch in den schlimmsten Familien, wenn  Gott den Geist der Versöhnung schenkt.  Aber bin ich offen dafür? Gibt es Menschen, mit denen du nicht versöhnt bist? Siehst du einen Weg, zu einer Aussöhnung zu kommen?  Der Weg Jakobs war sehr weit, ehe er dazu bereit war. Aber am Ende war er es. 

Mittwoch, 8.Mai 2024

Der Mann (mit dem Jakob rang) sagte: Lass mich los; denn die Morgenröte ist aufgestiegen. Er entgegnete: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest. Er fragte ihn: Wie ist dein Name? Jakob, antwortete er. Er sagte: Nicht mehr Jakob wird man dich nennen, sondern Israel - Gottesstreiter -; denn mit Gott und Menschen hast du gestritten und gesiegt. (1.Mose 32, 27 - 29) 

Welch eine seltsame Gottesgestalt, mit der Jakob in der Nacht kämpft! Er scheint all das zu verkörpern, was sich in Jakob über die Jahre angesammelt hatte. Seine dunkle Seite, seine Abgründe und ist doch zugleich viel mehr als das. Es macht Jakob aus, dass er nicht loslässt. Er will den Segen, er muss darum kämpfen. Er hatte den Segen Isaaks doch schon erhalten! Aber das ist seine Not: Er, der "Segenserschleicher" muss sich immer wieder vergewissern, dass dieser Segen wirklich gilt. Wie wichtig ist dir der Segen Gottes für dein Tun, für deine Pläne? Esau bedeutet der Segen nicht viel, aber Jakob kämpft darum. Wer bist du? 

Dienstag, 7.Mai 2024

 Jakob machte das Gelübde: Wenn Gott mit mir ist und mich auf diesem Weg, den ich gehe, behütet, wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt, wenn ich wohlbehalten heimkehre in das Haus meines Vaters, dann wird der HERR für mich Gott sein. (1.Mose 28, 20-21) 

Dieses Gelübde ist deshalb seltsam, weil Gott ein paar  Verse vorher genau das Jakob versprochen hatte. Nun macht Jakob daraus eine Art Tauschhandel: Wenn - dann! Auf seine echte Gottesbegegnung folgt das, was in Religionen so oft geschieht. Israel hat im Verlauf seiner Geschichte oft sehr bitter lernen müssen, bei seinem Gott zu bleiben, auch wenn es etwas ganz Anderes als Behütung und Versorgung empfangen hat. Wie sieht es mit deinen Erwartungen an Gott aus? Was wirst du tun, wenn er deine Erwartungen nicht erfüllt? Jesus betet am Kreuz Psalm 22, der mit den Worten beginnt: "Mein, Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" und in dem es am Ende heißt: "Denn er hat nicht verachtet, nicht verabscheut des Elenden Elend. Er hat sein Angesicht nicht verborgen vor ihm; er hat gehört, als er zu ihm schrie."  Bleibe ich dabei, wenn es mir nicht gut geht? 

Montag, 6. Mai 2024 

 Isaak liebte Esau; denn er aß gern Wildbret. Rebekka aber liebte Jakob. (1.Mose 25,28)

In diesem einen Satz ist das ganze Elend einer Familie zusammengefasst. Ja, auch wir haben in unseren Familien Lieblingssöhne und Lieblingstöchter. Wir haben Kinder, die unseren Vorstellungen entsprechen - und wir haben sperrige Abkömmlinge, die ständig etwas Anderes tun, als wir wollen. Wer bist du selbst? Liebling oder Problemfall? Als Letzteres kennst du den Schmerz, der damit verbunden ist, der Schmerz, nie ganz "recht" zu sein. Es ist ein guter Grundsatz, sich als Eltern bewusst zu machen, dass beide liebenswert sind, Jakob und Esau. Wir dürfen unsere Liebe nicht nach unseren Neigungen verteilen und sollten begreifen, dass es unsere Kinder sind, ganz gleich, was sie tun. So behandelt uns Gott, unser Vater und unsere Mutter, ja auch. 

Sonntag, 5.Mai 2024

Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er sagte: Hier bin ich. Er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar!

Oft wird die Geschichte der Opferung Isaaks als Beispiel für vorbildlichen Gehorsam verstanden. Dabei ist es eher eine Geschichte eines unbedingten, verzweifelten Vertrauens. "Gott wird sich ein Opfer ersehen", antwortet Abraham auf die Frage seines Sohnes, wo denn das Opfer sei. Gott wird irgendeine Lösung haben! Und so ist es ja auch gekommen - Abrahams Vertrauen wurde belohnt. Wie gewinne ich Vertrauen in ausweglosen Situationen?  Ein solches Vertrauen ist immer Geschenk - ich kann es mir nicht einreden. Und dieses Geschenkt bekomme ich nur in der Situation, nicht vorher. 

Samstag, 4.Mai 2024

Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und sagt: Sollte ich wirklich noch gebären, obwohl ich so alt bin? Ist denn beim HERRN etwas unmöglich? Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich wieder zu dir kommen; dann wird Sara einen Sohn haben. Sara leugnete: Ich habe nicht gelacht. Denn sie hatte Angst. Er aber sagte: Doch, du hast gelacht. (1.Mose 18, 13 - 15) 

Ich kann Sara gut verstehen! Da kommen einfach Leute daher und behaupten Dinge, die schier unmöglich sind. Das ist zum Lachen - oder zum Kopfschütteln. Doch als der Bote, der hier plötzlich für Gott  selbst spricht, sich an sie wendet, bekommt sie Angst und leugnet, gelacht zu haben. Sie wird gespürt haben: Das ist nicht nur einfach ein Mensch, der da redet, da ist mehr, als ich begreifen kann. Wenn Menschen uns etwas einreden wollen, dürfen wir lachen - auch wenn sie noch so fromm daherkommen. Aber es gibt Momente, in denen Lachen fehl am Platz ist. Momente, in denen wir spüren: Das ist jetzt Gott selbst, der mir etwas zuspricht. Niemand kann solche Momente erzeugen, sie sind allein Gottes Sache. Kennst Du Momente, in denen Er so gesprochen hat, dass Du plötzlich wusstest: Das wird geschehen? 

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