Charismatisches
Warum die charismatische Scene so sehr in Verruf gerät
Nein, ich möchte niemanden an den Pranger stellen - ich glaube an charismatische Gaben, an das Reden Gottes und an Wunder. Genau deshalb ist es leider nötig, Dinge zu benennen, die entsetzlich schief laufen!
Zu mir selbst
Seit 50 Jahren bewege ich mich in der charismatischen Szene. Am Anfang sehr intensiv bei den "Geschäftsleuten des vollen Evangeliums", später bei eher "mild charismatischen" Gruppen. In den letzten Jahren mehr und mehr im Beobachterstatus. Was mit nach wie vor wichtig ist: Es gibt Reden Gottes, Prophetie, Bilder, Sprachengebet und Heilungen. Aus diesem Grunde schmerzt es mich umso mehr, wie in der "Szene" mit diesen Dingen umgegangen wird. die guten Gaben Gottes werden missbräuchlich verwendet, um Macht auszuüben und Menschen zu manipulieren.
Ich selbst bin sehr dankbar, in einer Gemeinde zu sein, die mit diesen Dingen gut umgeht. Seit über 25 Jahren segnen wir Menschen in unseren Gottesdiensten, erleben Heilungen und Worte, die Menschen in ihren Situationen helfen.
Ein Buch über die Entwicklung der Pfingst- und charismatischen Bewegung
Hier sind eigene und Familien-Erfahrungen eingeflossen - und das schon aus den Tagen meines Urgroßvaters!
Eine Frucht meiner Beschäftigung ist ein Buch, das den Versuch darstellt, die ganze Entwicklung in den Blick zu nehmen. Meine Frau sagt, es sei unlesbar - aber man kann sich ja das heraussuchen, was einen gerade interessiert. Das Buch stammt von 2020 - ist also schon wieder überholt. Oder doch nicht? Die neuesten Entwicklungen 2026 bestätigen leider meine kritische Haltung. Ich wollte, es wäre anders!
Wohin der Geist weht - Von den Anfängen der Geistbewegung bis zu den heutigen Charismatikern
Texte zu der Auseinandersetzung mit der Bewegung
Ich habe es gewagt, einen Aufruf zu verfassen. Den Text des Begleitbriefes finden Sie hier. Und den Aufruf selbst ebenfalls, nämlich hier.
Was zu erwarten war: Kaum einer der charismatischen Leider hat darauf reagiert. Niemand hat sich dem Aufruf angeschlossen. Kritische Stimmen sind in der Szene nicht erwünscht.
Eine weitere Geschichte betrifft die Zeitschrift "Aufatmen". In ihr kamen vor Jahren gleich drei positive Artikel über die Bethel-church in Redding/Kalifornien. Deshalb hatte ich mich beim Herausgeber gemeldet und ihm angeboten, einen eher kritischen Artikel zu schreiben. HIER ist eine Version dieses Artikels zu lesen. Leider war das zu viel Kritik Der Verantwortliche bei SCM schlug vor, das Ganze in einen Pro - Contra - Artikel zu verwandeln. Darauf habe ich mich eingelassen. Das Pro sollte von Gerhard Kehl von der Jordanstiftung kommen, die Bethel nahesteht. Doch nachdem G.Kehl meinen Artikel gewesen hatte, weigerte er sich: Mein Artikel sei einfach nur ungeistlich! Das Projekt war damit gestorben, SCM hat es nicht mehr weiterverfolgt. Ein kritischer Artikel über "Bethel" ist in Aufatmen nie erschienen.
Die hohe Politik
Trump und kein Ende?
ein ganz besonderes Schriftstück ist, so finde ich, das Transcript der Rede, die der Kriegsminister der USA zum National Prayer Breakfast 2026 gehalten hat. Ich habe sie selbst übersetzt...
Hegseth on national prayer breakfast 2026:
Wir im Kriegsministerium sehen uns selbst als die Machtabteilung. Aber wir müssen uns auch dran erinnern, dass wir unsere Macht herleiten durch Glaube, durch Wahrheit und durch das Wort Gottes. ( Er liest dann aus dem „heiligen Evangelium“ Markus 8, 28 – 38) Und er fährt fort:
Hier im Evangelium sagt Jesus: „Nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach!“ Ganz klar wurde Christus nicht gesandt, um als Diplomat aufzutreten. Er war ein Störer. Seine Mission war, Wahrheit von Lüge zu trennen, die Dinge der Welt von den Dingen Gottes, Licht von Finsternis, Gutes von Bösem. Und wie Christus, in irdischer Weise, sind unsere tapferen Krieger nicht dazu berufen, die Welt zu besänftigen, versöhnen (appease), sondern sie zu konfrontieren. Wir wissen, wir kämpfen eine physische Schlacht, doch letztendlich gegründet, wie der Präsident sagte, es ist ein spirituelles Schlachtfeld. Wir sind nicht nur Krieger bewaffnet mit dem Arsenal des Friedens, wir sind letztendlich bewaffnet mit dem Arsenal des Glaubens. Und das von Anfang an. Gerade wie George Washington sich in den Schnee kniete bei Valley Forge und an den Himmel appellierte um Führung und Bewahrung, so machen es unsere Krieger heute. Sie sehen, wir sprechen über 1776 in 250 Jahren und das ist auch richtig und passend, aber im Kriegsministerium sind wir ein wenig die 1775-Abteilung. Wir wissen, dass wir die Freiheiten von 1776 nicht haben kann, ohne die Bereitschaft (für sie) zu kämpfen und zu verteidigen. (Beifall). Und so, in diesem Fall, leben wir das Motto unserer großen Nation „In God we trust!“ (Beifall). Die Bereitschaft, Opfer für das eigene Land zu bringen, ist in einer Sache begründet, (born in) – einem tiefen und bleibenden Glauben an Gottes Liebe und seinem Versprechen ewigen Lebens. Die Passage (der Bibeltext!) sagt: „Wer immer sein Leben retten will, wird es verlieren und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird es retten.“ Der Krieger ist willens, sein Leben hinzugeben (lay down) für seine Einheit, für sein Land und seinen Schöpfer. Dieser Krieger findet ewiges Leben. Sein Erbe wird nicht eines des Verlustes sein, sondern Ruhm für eine Sache, die größer ist als er selbst. Und um die Seele Amerikas zu bewahren, müssen wir nicht nur daranbleiben, das physische Schwert zu verwenden, auszuüben, sondern (auch) das Schwert der Wahrheit. Furchtlos und ungeniert (unabashed) In diesem Kampf müssen wir uns daran erinnern, jeden einzelnen Tag speziell, speziell in dieser Stadt, dass alle Macht, alle Ehre und aller Ruhm unserem Herrn und Retter Jesus Christus gehört. (langer Beifall). Christus ist König. Und möge Gott unsere Krieger segnen, möge er unsere Republik, die Vereinigten Staaten von Amerika segnen, Danke.